Die Endgeräte für Breitbandanschlüsse werden immer leistungsfähiger und benötigen in vielen Projekten auch mehr Strom. Moderne WLAN-Gateways, drahtlose Festnetz-CPEs, integrierte Modem-Router und professionelle Netzwerkterminals verbrauchen unter Umständen mehr Strom als einfache ONTs oder Einsteiger-Router. Ihr Strombedarf kann sich zudem während des Startvorgangs, der drahtlosen Übertragung, der Netzwerkregistrierung und im Betrieb mit hohem Datenverkehr ändern.
Für Internetdienstanbieter und Systemintegratoren bedeutet dies, dass die Auswahl einer Mini-USV nicht allein auf der 12-V-Kennzeichnung oder der größten Batteriegröße basieren darf. Das Backup-Gerät muss die gesamten elektrischen Anforderungen und Einsatzmöglichkeiten des angeschlossenen Geräts abdecken. Ausgangsleistung und Backup-Dauer sind separate Entscheidungen, die beide vor der Inbetriebnahme bestätigt werden müssen.
Dieser Leitfaden erläutert den Auswahlprozess für Geräte mit höherer Auslastung. Einen umfassenderen Überblick über Anwendungskategorien finden Sie in der entsprechenden Dokumentation. MYLION Mini-USV-Produktpalette und die Backup-Lösung für Router, Modem und CPE.
Warum Standard-Mini-USV-Lösungen bei Hochleistungs-CPE-Geräten versagen
Eine Backup-Einheit, die auf dem Papier geeignet erscheint, kann dennoch dazu führen, dass ein Gateway neu gestartet, heruntergefahren oder ein Schutzmechanismus ausgelöst wird.
- Auswahl nach Gerätekategorie statt nach tatsächlichen elektrischen Anforderungen;
- Die maximale Nennleistung des Netzteils wird als normaler Stromverbrauch des Geräts betrachtet;
- Anlauf- oder Funkübertragungsspitzen werden außer Acht gelassen;
- Verwechslung von maximaler Leistung mit kontinuierlicher Leistung;
- Auswahl einer Batterie mit hoher Kapazität ohne vorherige Prüfung ihrer Ausgangsleistung;
- Unter der Annahme, dass identisch aussehende Gleichstromstecker die gleichen Abmessungen und die gleiche Polarität aufweisen;
- Schätzung der Laufzeit ohne Berücksichtigung von Laständerungen oder Umwandlungsverlusten.
Hohe Ausgangsleistung und lange Überbrückungszeit sind unterschiedliche Anforderungen. Ein Gerät kann zwar eine relativ hohe Last bewältigen, bietet aber unter dieser Last nur eine kurze Laufzeit. Ein Akku mit höherer Energiedichte kann zwar länger durchhalten, ist aber nicht automatisch in der Lage, einen höheren Dauerstrom zu liefern.

Die sechs wichtigsten Punkte, die Sie vor der Auswahl einer Mini-USV beachten sollten
1. Betriebsspannung des Geräts
Die Ausgangsspannung der Mini-USV muss mit der zugelassenen Eingangsspannung des CPE oder Gateways übereinstimmen.
Eine 12-V-Lösung sollte nicht standardmäßig für 24-V-, 48-V- oder PoE-Geräte verwendet werden. Für diese Anwendungen ist eine separate Produktrichtlinie oder eine technische Prüfung erforderlich.
2. Tatsächliche Dauerlast
Die Dauerlast ist die Leistung, die während des normalen Betriebs des Geräts über einen bestimmten Zeitraum benötigt wird.
Ermitteln Sie nach Möglichkeit die gemessene Betriebsleistung unter repräsentativen Bedingungen. Das Etikett des Netzteils dient als Obergrenze oder Risikoindikator, gibt aber nicht unbedingt den tatsächlichen Dauerverbrauch des Geräts an.
Leistung (W) = Spannung (V) x Stromstärke (A)
Ein 12-V-Gerät mit einer Stromaufnahme von 3 A hat beispielsweise eine berechnete Last von 36 W. Diese Berechnung dient der ersten Vorauswahl, die endgültige Auswahl muss jedoch auch Spitzenlast, Temperatur, Verkabelung und die zugelassenen Betriebsgrenzen der Mini-USV berücksichtigen.
3. Anlauf- und Spitzenlast
CPE und Breitband-Gateways können während folgender Phasen mehr Strom verbrauchen:
- Erster Einschaltvorgang;
- Drahtlose Funkaktivierung;
- Netzwerkregistrierung;
- Hohes Datenaufkommen;
- CPU-intensive Verarbeitung;
- Der Start der angeschlossenen Module;
- Änderungen der Übertragungsleistung.
Die Spitzenlast sollte anhand ihrer Stromstärke, Dauer und ihres Wiederholungsmusters definiert werden. Stehen keine genehmigten Spitzenlastdaten zur Verfügung, sollte das Projekt mit Gerätetests fortfahren, anstatt sich auf einen angenommenen Wert zu stützen.
4. Stecker, Polarität und Kabel
Spannungsverträglichkeit allein reicht nicht aus. Bestätigen Sie:
- Art und Abmessungen des Eingangsanschlusses;
- Positive und negative Polarität;
- Kabellänge;
- Leiterfähigkeit;
- Erwarteter Spannungsabfall;
- Sämtliche Verriegelungs- oder Installationsanforderungen.
Ein physisch passender Stecker gewährleistet nicht automatisch eine elektrisch kompatible oder zuverlässige Verbindung.
5. Erforderliche Backup-Zeit
Die erforderliche Laufzeit sollte sich nach den Betriebszielen des Internetdienstanbieters richten. Dies kann beispielsweise die Aufrechterhaltung des Dienstes bei kurzen Stromausfällen, die Gewährung von Zeit für Nutzer zur Erledigung wichtiger Aufgaben oder die Unterstützung einer definierten Netzwerkkontinuitätsrichtlinie umfassen.
Das Ergebnis muss unter Berücksichtigung der Referenzlast dargestellt werden. Basierend auf den aktuell zugelassenen Produktdaten:
- Eine 572-Wh-Konfiguration ergibt laut Formel eine Laufzeit von 5 Stunden bei einer vorgegebenen Referenzlast von 12 W.
- Eine 75,6-Wh-Konfiguration ergibt laut Formel eine Laufzeit von 7 Stunden bei einer vorgegebenen Referenzlast von 12 W.
Die tatsächliche Laufzeit kann auch durch Lastschwankungen, Umwandlungseffizienz, Systemverbrauch, Temperatur, Batteriezustand, Ausgabepfad, Kabelverluste und Schutzschwellenwerte beeinflusst werden.
6. Installationsumgebung
Hohe Lasten in Verbindung mit erhöhter Temperatur oder eingeschränktem Luftstrom können die Systemleistung und die langfristige Zuverlässigkeit beeinträchtigen. Die Bewertung sollte Folgendes umfassen:
- Umgebungstemperatur;
- Belüftung;
- Installationsbedingungen: Innenräume oder geschützte Installationsumgebungen;
- Gehäusekonstruktion;
- Temperaturanstieg an Kabel und Stecker;
- Erforderliche Betriebsdauer;
- Strategie für Instandhaltung und Austausch.
Bei Anwendungen für den Außenbereich muss außerdem bestätigt werden, wo das Backup-Gerät installiert wird und welche Umweltschutzmaßnahmen getroffen werden. Die Eignung für den Außenbereich sollte niemals allein aus der Anwendung des CPE abgeleitet werden.
MYLION Hochleistungs-Netzwerk-Backup-Lösung
MYLION bietet 12-V-Hochleistungs-Mini-USV-Lösungen für Router, Gateways, Modems und CPE-Geräte mit höherem Stromverbrauch. Siehe auch die Hochleistungsfähige Netzwerk-Backup-Lösung für die jeweilige Anwendungskategorie.
Modell | Genehmigte Ausgabe | Energie | Formelschätzung | Kandidatenrolle |
MU65W | 12 V Gleichstrom; 4 A Dauerstrom; 5 A Maximalstrom | 57,72 Wh | 5 Stunden bei 12 W | Hochleistungs-12V-Kandidat |
MU35W | 12 V Gleichstrom; 4 A Dauerstrom; 5 A Maximalstrom | 75,6 Wh | 7 Stunden bei 12 W | Leistungsstarker Kandidat mit längerer Laufzeit |
MU35L | 12 V Gleichstrom; 4 A Dauerstrom; 5 A Maximalstrom | 75,6 Wh | 7 Stunden bei 12 W | Leistungsstarker Kandidat mit längerer Laufzeit |
Der MU65W nutzt eine 57,72-Wh-Batteriekonfiguration. MU35W und MU35L verwenden 75,6-Wh-Konfigurationen für Projekte, die eine höhere Energiekapazität erfordern, während die gleiche zugelassene 12-V-Ausgangsrichtung beibehalten wird.

Typische ISP- und Breitbandanwendungen
Eine Mini-USV mit hoher Leistung kann hinsichtlich folgender Kriterien bewertet werden:
- Hochleistungsfähige Indoor-CPE;
- Festnetz-Funkzugangsterminals;
- Integrierte Breitband-Gateways;
- Leistungsstärkere WLAN-Router;
- Modem-Router-Kombinationen;
- Professionelle Breitbandausrüstung für kleine Unternehmen;
- Projekte zur Aufrechterhaltung der Netzwerkkontinuität bei ISP-Kunden.
Die Anwendungsbezeichnung ist nur ein Ausgangspunkt. Zwei Geräte, die beide als „Breitband-Gateways“ bezeichnet werden, können unterschiedliche Anforderungen an Spannung, Stromstärke, Startverhalten, Anschlüsse und Umgebungsbedingungen haben.
MU65W Mini-USV
MU35W Mini-USV
Was vor der Volumenbereitstellung getestet werden sollte
Eine erfolgreiche Berechnung im Labor ist kein Nachweis für den erfolgreichen Einsatz. Testen Sie den kompletten Strompfad mit dem tatsächlichen Gateway oder CPE, dessen Netzteil, der vorgeschlagenen Mini-USV und der endgültigen Kabelkonfiguration.
- Normaler Dauerbetrieb unter repräsentativen Verkehrs- und Funkbedingungen.
- Verhalten bei der Ersteinrichtung, Netzwerkregistrierung und Wiederverbindung.
- Höchster zu erwartender Verkehrs-, Übertragungs- oder Verarbeitungszustand.
- Unterbrechung und Wiederherstellung der Stromversorgung, einschließlich der Frage, ob das Gerät neu startet.
- Laufzeit bei definierter Betriebslast und Umgebungsbedingungen.
- Spannungsabfall im Kabel, Passgenauigkeit der Steckverbinder und Temperaturanstieg.
- Schutzverhalten, Wiederherstellung und wiederholte Unterbrechungszyklen.
- Leistung über relevante Geräterevisionen, Firmwareversionen oder Bereitstellungsvarianten hinweg.
Häufig gestellte Fragen
Frage 1: Kann ein Internetdienstanbieter die Dimensionierung einer Mini-USV nur anhand des Adapteretiketts vornehmen?
Frage 2: Bietet eine leistungsstärkere Mini-USV immer eine längere Laufzeit?
Frage 3: Wie schätze ich die Laufzeit für ein Hochleistungs-CPE ab?
Frage 4: Bleibt das Gateway auch bei einem Stromausfall online?
Frage 5: Kann eine 12V Mini-USV für 24V, 48V oder PoE CPE verwendet werden?
Frage 6: Welche Informationen sollte ein Internetdienstanbieter zur Produktauswahl bereitstellen?
Abschluss
Auswahl eines Mini-USV für Hochleistungs-CPE Für Breitband-Gateways reicht es nicht aus, lediglich die Spannung anzupassen oder den größten Akku zu wählen. Beginnen Sie mit der tatsächlichen Gerätelast und dem Bedarf an Dauerleistung. Prüfen Sie anschließend die Spitzenlast, die Leistung von Stecker und Kabel, die Eingangsleistung, die Installationsbedingungen und die erforderliche Backup-Dauer.
MYLIONs 12V Hochleistungs-Mini-USV Die Richtung kann für Router, Modems, Gateways und CPE mit höherer Auslastung geprüft werden, sofern die Anforderungen den zugelassenen Produktbedingungen entsprechen. Für den kommerziellen Einsatz muss die endgültige Konfiguration durch gerätespezifische Start-, Übertragungs-, Dauerlast- und Laufzeittests bestätigt werden.





